Fehlerhafte erste Hälfte kostet Punkte – OFV II unterliegt in Rheindorf mit 2:4
Im Auswärtsspiel beim TV Rheindorf musste unsere zweite Mannschaft am vergangenen Sonntag eine bittere 2:4-Niederlage hinnehmen. Vor allem eine fehleranfällige erste Halbzeit raubte uns die Chance auf Zählbares – obwohl wir nach der Pause eine klare Leistungssteigerung zeigten.
Die Gastgeber kamen im ersten Durchgang zwar zu den gefährlicheren Abschlüssen, doch wir hielten lange gut dagegen und standen defensiv zunächst stabil. In der 15. und 39. Minute war es dann jedoch soweit: Zwei individuelle Fehler in unserer Hintermannschaft wurden von Rheindorf eiskalt bestraft – der 0:2-Rückstand war da. Unsere Reaktion ließ aber nicht lange auf sich warten: In der 43. Minute brachte uns Philipp Hochgeschurz nach einem sehenswerten Angriff und Vorarbeit von Bruder Lukas mit dem 2:1 wieder heran – ein Hoffnungsschimmer, der jedoch nur kurz anhielt.
Denn quasi im Gegenzug folgte der nächste Nackenschlag. Noch vor dem Pausenpfiff kassierten wir in der 44. und 45. Minute zwei weitere Gegentreffer – erneut begünstigt durch vermeidbare Fehler im Spielaufbau und in der Zuordnung. Mit einem ernüchternden 1:4-Rückstand ging es in die Kabine.
Zur zweiten Halbzeit stellten wir unser System um – und das zeigte Wirkung. Plötzlich gewannen wir mehr Kontrolle über das Spiel, standen kompakter, agierten strukturierter und ließen Rheindorf weniger zur Entfaltung kommen. Auch im eigenen Spielaufbau setzten wir nun klarere Akzente. Der verdiente Lohn folgte in der 74. Minute: Nach einem Freistoß war Jan Gimbel zur Stelle und staubte entschlossen zum 4:2 ab.
In der Schlussphase warfen wir nochmal alles nach vorne, suchten die Lücken, blieben aber im letzten Drittel zu harmlos. Auch die Rote Karte für einen Rheindorfer Spieler in der 86. Minute änderte daran nichts mehr – die numerische Überzahl kam zu spät, um noch entscheidend ins Spielgeschehen einzugreifen.
Ein Spiel mit zwei Gesichtern: In Hälfte eins brachten uns eigene Fehler früh auf die Verliererstraße. Nach dem Seitenwechsel zeigten wir jedoch Moral, fanden besser ins Spiel und dominierten weite Strecken – leider ohne den nötigen Ertrag.
Jetzt heißt es, die positiven Ansätze aus der zweiten Halbzeit mitzunehmen, die Defizite klar anzusprechen – und im Abstiegskampf ab der ersten Minute voll konzentriert aufzutreten. Denn jede Aktion kann am Ende über den Klassenerhalt entscheiden.
Nächstes Spiel: Sonntag 18.05. um 12:45 Uhr zu Hause gegen Lessenich